Warum sich die Wohnungswirtschaft mit Klimarisiken beschäftigen sollte

Inhaltsverzeichnis

Warum sich die Wohnungswirtschaft mit Klimarisiken beschäftigen sollte

· Zunehmende Extremwetterereignisse aufgrund des Klimawandels

· Regulatorische Relevanz

· Steigender Druck von Finanzierern und Regulatorik

· Schutz vor Anpassung an physische Klimarisiken für Gebäude und Mieter*innen

· Vermeidung von zukünftigen Mehrkosten

Case Study: So nutzt die Nassauische Heimstätte Klimarisikoanalysen für klimaresiliente Gebäude

Die Herausforderung für die Wohnungswirtschaft: Steigende Temperaturen und Extremwetter erhöhen in Städten das Risiko für Hitze- und Überschwemmungsschäden. Allein 2024 entstanden laut Munich Re und NatCatSERVICE weltweit Klimaschäden in der Immobilienbranche von über 1 Mrd. US-Dollar. Ohne Anpassungsmaßnahmen könnte die globale Temperatur im Worst-Case-Szenario SSP5-8.5 um bis zu 4,8 °C steigen und zu erheblichen finanziellen und gesundheitlichen Folgen führen.

Die NHW als zentraler Akteur: Mit >60.000 Wohneinheiten zählt die Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) mit Liegenschaften in über 120 Kommunen zu den größten Wohnungsanbietern Deutschlands. Als Mitglied der Initiative Wohnen. 2050 engagiert sie sich aktiv für klimaneutrale Wohnungswirtschaft.

Die Klimarisikoanalyse als Lösungsansatz: Gemeinsam mit der Sustainable AG und meteoblue AG analysierte die NHW in Frankfurt, wie Wetterextreme Gebäude heute und künftig im Worst-Case-Szenario beeinflussen. Die Ergebnisse bilden die Ausgangslage, um Risiken nun standortgenau zu bewerten und gezielte Maßnahmen für klimaresiliente Gebäude und den Schutz der Mieter*innen abzuleiten.

Klimadaten prognostizieren zunehmende Hitzeinseln in Frankfurt - Die Auswirkungen beim Nichthandeln

· Hitzewellen nehmen an Intensität und Dauer zu: bis 2090 Temperaturen > 40 °C, Verdoppelung der Hitzetage, Versechsfachung der Tropennächte (Worst-Case SSP5-8.5).

· Auswirkung auf die Wohnungswirtschaft: höhere Materialbelastungen (Risse, Verformungen) und steigende Innentemperaturen.

· Die Rolle der NHW: Identifikation geeigneter Maßnahmen, um insbesondere vulnerable Gruppen, wie ältere Menschen, Kinder und Menschen mit Behinderungen zu schützen. Prognosen zeigen, dass diese Gruppen bei zunehmender Hitze besonders von gesundheitlichen Risiken betroffen sein könnten.

Hochwasser kann bei unzureichendem Schutz zu Schäden in Millionenhöhe führen

· Starkregen und Hochwasser nehmen, laut Prognose, zu: versiegelte Flächen, fehlende Retention und schwache Drainage führen zu Wasserstau.

· Auswirkung auf die Wohnungswirtschaft: mehr Feuchtigkeitsschäden, Schimmel, überflutete Keller/Erdgeschosse, Gefahr für Gebäudestrukturen.

· Die Rolle der NHW: Ableitung zukünftiger Maßnahmen auf Basis der Analyseergebnisse, um Gebäude und somit ihre Mieter*innen präventiv gegen Hochwasserrisiken zu schützen.

Roadmap zur Klimaresilienz – wie sich die Wohnungswirtschaft schrittweise gegen Klimarisiken schützen kann

Die Klimarisikoanalyse bietet dafür die Grundlage, um Risiken zu identifizieren und mithilfe von Anpassungsstrategien die Wohnungswirtschaft langfristig resilienter zu gestalten.

Frühzeitige Anpassungen schützen Bewohner*innen und Gebäude langfristig

Auf Basis der identifizierten Gefährdungsregionen können Wohnungsunternehmen wie die NHW in der Folge gezielt Maßnahmen sammeln, planen und priorisieren, um Mieter*innen und Gebäude langfristig zu schützen.

Gemeinsam mit meteoblue und Sustainable können Klimarisikoanalysen und gezielte Anpassungsmaßnahmen für Ihr Immobilienportfolio erstellt werden

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